Virtual Reality für Unternehmen – Teil 1: Marketing & Branding

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(Bildquelle: Mobilegeeks)

Als Virtual Reality oder kurz VR wird die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit in einer in Echtzeit generierten interaktiven und virtuellen Computerwelt bezeichnet. Um dieses Erlebnis zu ermöglichen, braucht der User eine VR-Brille. In den letzten 2 Jahren hat sich viel getan und alte und neue Hersteller drängen auf den Markt für VR-Brillen, der gerade im Entstehen ist:

Unter anderem Google mit dem Cardboard (eine Art Halterung für Smartphones, um sie sich vor die Augen zu montieren), Samsung mit Gear VR und Oculus mit Rift. Die letzgenannte, 600 US-Dollar teure Brille wurde über Kickstarter finanziert und erreichte innerhalb von vier Stunden das Crowdfunding-Ziel, die Aktion schloss mit 2,4 Mio. US-Dollar. Mit einer Gesamtfinanzierung von 974% des ursprünglich geplanten Volumens steht das Oculus-Rift Projekt aktuell in den Top 50 der am stärksten finanzierten Kickstarter Projekte.

2016: Das Jahr der virtuellen Realität

Und die virtuelle Realität wird immer populärer: inzwischen hatte fast jeder Zehnte Deutsche schon einmal eine VR-Brille auf. Überhaupt sind laut einer Umfrage der Time Menschen digitalen Technologien gegenüber sehr aufgeschlossen. 70 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, dass sich digitale Technologien positiv auf ihre persönlichen Beziehungen auswirken würden. Und fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer wäre einverstanden, dass Chirurgen eine Hirnoperation per Telepräsenz bei ihnen durchführen würden. Und 40 Prozent fänden es gut, wenn ihre Kinder eine reine virtuelle Schule besuchen würden.

Was bringt Virtual Reality für Unternehmen?

Kein Wunder also, dass auch Unternehmen langsam Interesse an der neuen Technologie entwickeln und überlegen, wie sie Virtual Reality für sich nutzen können.

In den nachfolgenden Teilen möchten wir einige populäre Anwendungsbeispiele zeigen, um das Thema greifbarer zu machen.

Teil 1: Marketing & Branding
Teil 2: Vertrieb
Teil 3: HR/Training

Teil 1: Marketing & Branding – Markenerlebnisse schaffen

Let’s have a test ride!

Mit einer VR-App für VR One, die VR-Halterung von Carl Zeiss, bietet Kawasaki Besuchern der EICMA Messe in Milan 2015 die Möglichkeit, eine virtuelle Testfahrt mit dem Superbike Champion Jonathan Rea auf dem Portimao Racetrack in Portugal zu machen.

Letztendlich handelt es sich um ein 3D-Video, in dem man sich umschauen kann. Zwar handelt es sich nicht um ein neues Konzept – virtuelle Rundfahrten gab es auch schon vor VR. Trotzdem bietet der virtuelle Ritt mit der Brille eine Erfahrung, die um einiges intensiver ist, als eine Cockpit-Simulation mit Display.

Virtual Reality: Nur echt mit Interaktion

Coca Cola geht weiter und bietet Fans ein Erlebnis, bei dem sie nicht nur zusehen, sondern auch aktiv werden können. Letzte Weihnachten schuf Coca Cola eine Virtual Reality Schlittenfahrt. Mit Oculus Rift konnten tausende Menschen in Polen für einen Tag in diese virtuelle Welt eintauchen und wie bei einer Achterbahnfahrt als Weihnachtsmann über das Land und in verschiedene Dörfer fliegen.

Wie es ist, ein AirRace Flugzeug zu fliegen

Um die Erfahrung, die ein Pilot während eines AirRace Rennens macht und die rasenden Geschwindigkeiten und Drehungen für Fans begreifbar zu machen, hat Red Bull eine VR-Simulation entwickelt. Sie verwendet neueste Hardware-Technologien (Oculus Rift) und modernste Echtzeit-3D Rendertechnologien, um die Erfahrung möglichst lebensecht zu machen.

Letztendlich geht es bei VR-Anwendungen für’s Marketing darum, für Kunden und Fans Erlebnisse zu schaffen, die sie mit der Marke verbinden. Dafür eignet sich Virtual Reality hervorragend, denn keine bisherige Technologie bietet so ungeteilte und ablenkungsfreie Aufmerksamkeit.

 

In Teil 2 schreiben wir über die Möglichkeiten, die Virtual Reality für den Vertrieb bietet.

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