Virtual Reality für Unternehmen – Teil 2: Vertrieb

(Bildquelle: Wired)

Was bringt Virtual Reality für Unternehmen?

Im letzten Artikel haben wir über die Möglichkeiten geschrieben, die Virtual Reality für’s Marketing bietet. In diesem Artikel geht es darum, wie Unternehmen VR nutzen können, um Einkaufserlebnisse zu schaffen und mehr Umsatz zu generieren.

Hier ist noch einmal der Überblick über die Artikel-Reihe VR für Unternehmen:

Teil 1: Marketing & Branding
Teil 2: Vertrieb
Teil 3: HR/Training

Teil 2 – Vertrieb – Boost your sales!

Mit VR lassen sich immerse Erlebnisse erzeugen, Produkte erklären, Kunden begeistern. Letzendlich schafft VR unglaubliche Möglichkeiten, Kunden zu mehr Käufen zu bewegen.

Es gilt, den Ladenbesuch zu einem Einkaufserlebnis zu machen und Begeisterung zu schaffen

Auch wenn potentielle Kunden schon am Point of Sale sind und die Brieftasche bereits gezückt ist: die Vielzahl der Möglichkeiten, Produkte zu kaufen, Preisvergleich und Konkurrenzdruck macht es für den Einzelhandel zunehmend zu einer größeren Herausforderung, den potentiellen Kunden zu einem echten Kunden zu machen. Es gilt daher, den Ladenbesuch zu einem Einkaufserlebnis zu machen und Begeisterung zu schaffen. Kunden sollen positive Erlebnisse mit dem stationären Einkauf verbinden, die sie gerne teilen und sie zu loyalen, wiederkehrenden Kunden machen.

Hier sind einige Beispiele, wie Marken und Unternehmen Virtual Reality für den Vertrieb nutzen:

Test vor Kauf: Virtuelle Tour durch’s Wunschappartment

Wie man ein Produkt verkaufen kann, bevor es eigentlich existiert, zeigt dieses Beispiel. Mit virtuellen Immobilientouren haben Makler und Eigentümer die Möglichkeit, Wohnungen, Häuser und Bauprojekte zu interaktiv zu präsentieren. Interessierte Käufer können sich in den 3D animierten Räumen bewegen, Schubladen und Türen öffnen und sogar den Ausblick von der Terrasse genießen. Als Vorlage kann der Rohbau dienen (z.B. gemappt mittels Augmented Reality), eine CAD-Zeichnung oder ein 360° Video – oder eine Kombination.

Virtuelle Küchenplanung!

Saturn testet aktuell in einigen Märkten, wie Virtual Reality beim Einkaufen helfen kann. Die Nutzung der neuen Küchenplanung im Markt ist für Kunden einfach und komfortabel: Sie setzen ein Virtual-Reality-Headset auf und bewegen sich damit frei im virtuellen Raum. Dort haben sie die Möglichkeit, verschiedene Küchenmodelle auszuwählen und diese an ihre Bedürfnisse anzupassen, beispielsweise durch Änderung der Frontfarbe oder durch Austausch der Elektrogeräte. Dank des Einsatzes eines VR-Showrooms können andere interessierte Kunden das Geschehen auf zwei großformatigen Displays mitverfolgen.

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(Bildquelle: Computer-Bild)

Tommy Hilfiger: Mittendrin, statt nicht dabei

In einigen ausgewählten Tommy Hilfiger Stores und bei Partnern rund um die Welt konnten Kunden die 2015 Herbstkollektion aus erster Reihe auf einem virtuellen Runway präsentiert bekommen – und direkt im Store kaufen. Käufer haben das immerse virtuelle Erlebnis, wirklich in Manhattan’s Park Aventue zu der Präsentation der neuen Herbst Kollektion zu sitzen. Sie haben dabei eine Samsung GearVR Brille auf. Das VR-Erlebnis gab den Zuschauern einen perfekten Blick auf den Runway und sogar exklusive Backstage Einblicke, die für normale Zuschauer nicht zugänglich sind.

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(Bildquelle: Chang W. Lee/The New York Times)

„These days, you can’t just wait for people to come into the store and try on your jackets. You have to provide entertainment“

(Daniel Grieder, CEO von Tommy Hilfiger)

Produkte virtuell ins Wohnzimmer projizieren – IKEA

Einen ähnlichen, aber ganzheitlicheren Ansatz, verfolgt IKEA. Man baut hier nicht darauf, dass Kunden ins Geschäft kommen, um dort “mehr” zu erleben. Vielmehr sollen Kunden schon vor dem Ladenbesuch den Wunschzettel füllen.

Die IKEA Augmented Reality App gibt Nutzern die Möglichkeit, ihre Wunschmöbel direkt ins Wohnzimmer zu projizieren. Das geht momentan mit knapp 100 Produkten aus dem Möbelkatalog. Um ein Möbelstück zu platzieren, wird der IKEA-Katalog auf dem Boden gelegt, wo die Couch oder der Tisch stehen sollen. Über die Kamera wird der Katalog dann eingescannt und man kann über die App das Größenverhältnis und den Betrachtungswinkel berechnen. Danach kann man das virtuell dargestellte Sofa von allen Seiten aus betrachten.

Fazit

VR gibt Unternehmen die Möglichkeit, digitale Inhalte und reale Erlebnisse auf eine spielerische Weise zu verbinden. Es können Produktinformationen besser vermittelt und erlebbar gemacht werden. Marken schaffen Kauferlebnisse! Das führt nicht nur dazu, dass Kunden gerne mehr kaufen, sondern auch positive Ereignisse mit Marken verknüpfen.

Im nächsten Teil schreiben wir über die Möglichkeiten, die VR in Unternehmen für HR und Training bietet.

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