8 Tipps, um zu vermeiden, dass eine App in den App Stores abgelehnt wird

Von 15. Oktober 2017Web & App

(Bildquelle: iStockphoto)

Du hast deine erste großartige App entwickelt und bist bereit, sie zu veröffentlich? Jetzt machst du dir Sorgen, ob sie von den App Stores abgelehnt werden könnte? Wenn deine App für iOS entwickelt wurde, hast du vermutlich schon von den strengen Regeln des Apple Stores gehört. Aber auch Google Play wird anspruchsvoller, was die Veröffentlichung von Apps angeht und hat die Richtlinien verschärft.

Eine Ablehnung (Rejection) in den App Stores ist nicht nur mühsam und bringt Aufwand und Kosten mit sich. Außerdem kann der Prozess, eine App durch den Review zu bekommen auch Zeit kosten und das Launch Datum einer App gefährden. Daher ist es wichtig, schon im Vorfeld die Kriterien zu kennen und sich Gedanken zu machen, um eine Ablehnung zu vermeiden.

8 Tipps zur Vermeidung einer Ablehnung (Reject) beim App Store Review

Im Grunde kann man es kurz zusammenfassen: Wenn du deine Hausaufgaben machst und gute Qualität ablieferst, hast du im Regelfall auch nicht zu befürchten. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Apps, die sehr professionelle entwickelt wurden, von den App Stores abgelehnt werden. Zudem wird vor allem Google immer schärfer, was die Richtlinien für die Herausgabe von Apps über den Google Play Store angeht.

Hier sind ein paar Tipps, um zu vermeiden, dass deine App beim App-Store Review abgelehnt wird:

1) Vermeide Abstürze

Testen, testen, testen… und nochmal testen. Wenn App-Stores etwas wirklich hassen, dann sind das Abstürze. Also teste deine App immer und immer wieder und merze alle Fehler aus. So sorgst du dafür, dass Apple und Google keine Fehler mehr finden und dich aus diesem Grund ablehnen können. Ein positiver Nebeneffekt: auch die Nutzer werden es dir danken. Dann nichts bringt schneller schlechte Bewertungen als Abstürze. Also: macht eure Hausaufgaben!

2) Lüge niemals

Vermeide es, in der Beschreibung oder den App Bildern Funktionen zu versprechen, die nicht vorhanden sind. Am Besten ist es, du machst Originalscreenshots aus der App und lädst diese direkt in den App Store hoch. Und halte dich auch mit Zukunftsvisionen und -versprechungen zurück: die User interessieren sich in erster Linie dafür, was deine App kann, nicht was du in der Zukunft noch alles vor hast.

3) Beachte die Designrichtlinien

Indem du dich an die Design Richtlinien der App Store Betreiber hältst, vermeidest du, aus solchen Gründen abgelehnt zu werden. Apples iOS Human Interface Guidelines und Googles Guidelines for Android developers beschreiben die Grundprinzipien, um ein nutzerfreundliches User Interface zu entwickeln. Beide haben einen hohen Anspruch an die ästhetische Qualität von Apps, also nimm die Wahl von Farben, Schriften, Icons und Grafiken nicht auf die leichte Schulter.

4) Es geht mal wieder um’s Geld

Es ist nicht erlaubt, irgendeinen Hinweis auf den Preis einer App in der Beschreibung zu geben. Das liegt auch daran, dass der Preis von Apps von Land zu Land variiert. Also lass den Hinweis darauf einfach weg.

5) Schnittstellen

Es ist nur erlaubt, geprüfte Schnittstellen für den öfffentlichen Gebrauch zu nutzen. Bevor eine App also released werden kann, möchte Apple die Schnittstellen überprüfen, die in der App genutzt werden. Apple nutzt automatisierte Tools, um alle API-Zugriffe der App zu überprüfen. Also vermeide private API’s, damit deine App nicht abgelehnt wird.

6) Mach’s gescheit!

Als die App Stores ursprünglich gelauncht wurden, wurden sehr viele Apps mit sehr reduzierten Funktionen gelaunched. Es war für Unternehmen sehr üblich, Apps einzureichen, deren einzige Funktion der Aufruf der Unternehmenswebsite war. Verrückt, oder? Diese Art von Apps wird heute abgelehnt, was auch gut ist. Denn die App Stores werden überschwemmt mit neuen Angeboten und es wäre sonst unmöglich, überhaupt etwas zu finden. Mach deine App also besser, großartiger und funktionsreicher. Dann kommst du auch durch den Review-Prozess.

7) Copyrights

Du musst für alle Bilder, Icons, Texte, den Code und das Konzept nachweisen können, dass du der Rechteinhaber bist. Sollte Apple Zweifel haben, dass du der Inhaber bist, wirst du nach Nachweisen gefragt. Und die solltest du besser vorweisen können, sonst wird deine App abgelehnt.

8) Sei absolut „legal“

Wenn deine App rassistische oder pornographische Inhalte enthält, oder gegen die Content-Richtlinien der App Stores verstößt, wird sie zu 100% abgelehnt. Gerade der Google Play Store ist mit dem neuen Family-Programm strenger geworden, was die Inhalte im App Store angeht. Auch verboten sind Glücksspiel-Inhalte und solche, die für Glücksspiel gehalten werden könnten, weil sie z.B. Geldgewinne ausweisen. Überlege dir also schon in der Konzeption, ob deine App-Idee eventuell den Store-Richtlinien widersprechen könnte.

Hier noch ein Zitat von Apple aus den App Review Guidelines:

We will reject Apps for any content or behaviour that we believe is over the line. What line, you ask? Well, as a Supreme Court Justice once said, „I’ll know it when I see it“. And we think that you will also know it when you cross it.

Fazit

Lies dir die Richtlinien der App Stores genau durch, bevor du eine App entwickelst, oder jemanden mit der Entwicklung beauftragst. Wenn du dir nicht sicher bist, frag’ nach. Und wenn deine Idee so gut ist, aber – aus welchem Grund auch immer – nicht den Richtlinien entspricht, überleg dir, ob nicht vielleicht eine Web-App eine Alternative ist. Denn die kannst du selbst vermarkten.

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